25.05.2012 / Allgemein / /

Verzögerungen erzeugen Unmut

Noch immer wartet der Einwohnerrat auf die Ergebnisse aus der OBT-Verwaltungsanalyse, dem OBT-Bericht «Würdigung der Saläreinstufungen» und dem BDO Gehaltsvergleich. Das ist mehr als unerfreulich. Der Gemeinderat gebraucht in seinen Antworten ein Wort, das treffender nicht sein könnte: Er «bemüht sich, den Bericht zur Verwaltungsanalyse bis Mitte 2012 vorzulegen», er «bemüht sich, die parlamentarischen Aufträge rasch und effizient zu beantworten», – bemühend ist es für den Einwohnerrat, wenn er solch fahrige Antworten erhält und keine substanziellen Auskünfte! Nachfolgend ein paar Gedanken dazu:

–       Zum heutigen Zeitpunkt ist nicht bloss nur ein Mitglied der Finanzkommission im Amt sondern gar keines mehr. Was spielt das für eine Rolle? Es kann nicht sein, dass die Tätigkeit einer Kommission auf Personen bezogen ist.

–       Einwohnerrat und Finanzkommission unterstützen den Gemeinderat sehr darin, zukunftsgerichtet zu arbeiten. Wenn es der Gemeinderat jedoch verpasst, Anfragen und Geschäfte innert nützlicher Frist in seinen Sitzungen zu behandeln, so liegt das nicht in unserer Verantwortung. Das Setzen von Prioritäten kann sehr subjektiv geschehen. Mit dem Vorschieben «anderer politischer und behördlicher Geschäfte» kann der Gemeinderat jede Verzögerung erklären – doch diese darf sicher nicht drei Jahre dauern!

–       Analysen und Berichte von Dritten sind nicht gratis. Wieviele zehntausend Franken hat die Gemeinde in diese investiert? Indem Ergebnisse aus solchen Arbeiten nicht innert nützlicher Frist umgesetzt werden, ist dieses Geld unnötig ausgegeben worden, ganz einfach zum Fenster hinaus geworfen worden. Das darf nicht sein, Wohlen kann sich das nicht leisten!

–       Unangenehme Arbeiten gelten in der Regel nicht zu den beliebtesten und werden von vielen Menschen im privaten und beruflichen Alltag möglichst lange herausgeschoben. Indem bis heute weder der Finanzkommission noch dem Einwohnerrat Details zu den gemachten Berichten und Vergleichen von OBT und BDO vorliegen, könnte man daraus schliessen, dass die Ergebnisse wenig erfreulich sind, Konsequenzen zur Folge haben könnten, die dem Gemeindrat nicht gefallen. Die Fraktion CVP lässt sich in den nächsten Monaten gerne vom Gegenteil überzeugen!

Corina Roeleven, Einwohnerrat Vize-Fraktionspräsidentin, 21.05.2012