23.11.2011 / Einwohnerrat / /

Ja zur Machbarkeitsstudie Bahnhof Wohlen

Dis CVP ist für das Kreditbegehren von CHF 96’390.- für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Bahnhofs Wohlen. (Geschäft 12059). Nachdem der Einwohnerrat mit Unterstützung durch die CVP-Fraktion den unverständlichen Rückweisungsantrag der SVP abgelehnt hatte, nahm Franz Wille wie folgt Stellung:

Die CVP hat sich schon bei der Mitwirkung zum Kommunalen Gesamtplan Verkehr anfangs 2011für eine Verbesserung der Situation am Bahnhof Wohlen ausgesprochen. Ich zitiere aus unserer Stellungsnahme:

„Beim Bahnhof Wohlen müssen Massnahmen getroffen werden, die den ÖV attraktiver machen. Die Züge müssen ohne Stufe bestiegen und verlassen werden können. Dazu müssen die Perrons erhöht oder die Gleise gesenkt werden. Der Mittelperron muss soweit verlängert und verbreitert werden, dass künftig auch längere Züge (Schnellzugshalt) und Doppelstockzüge halten können. Ein zweiter Zugang zum Mittel-perron zwischen Bahnhof und Postgebäude ermöglichet einen direkteren Zugang für alle Personen aus dem nördlichen Teils Wohlen (alte Bahnhofstrasse, Wil, Schulen, Sportanlagen, Aesch) und vorläufig auch für die Buspassagiere ohne den grossen Umweg über die Rampe süd-lich des Bahnhofgebäudes.“
„In Wohlen werden verschiedene Buslinien mit der Bahn verknüpft. Dazu ist die Infrastruktur zu verbessern, beispielsweise durch eine Überdachung des Busbahnhofes.“

Es ist deshalb logisch und konsequent, dass wir in einem ersten Schritt den Planungskredit unterstützen. In der Aktenauflage ist zu sehen, dass gute Ideen bereits vorhanden sind und zutreffende Zielsetzungen formuliert worden sind. Die Grundlagen sind also vorhanden.

Wir verbinden unsere Unterstützung mit drei Anliegen oder Forderungen:

1. Wir sind der Meinung, dass die Planung sich nicht allzu eng auf Bahnen und Bus beschränken sollte, sondern die weitere Umgebung einzubeziehen ist. Wir erwähnen hier vorab die Verbesserung der Verkehrsbeziehungen von Fussgängern und Velofahrer zum und vom Bahnhof. Als Beispiel erwähne ich die Möglichkeit einer niveaufreien Verbindung aus Norden über die Zentralstrasse. Wichtig ist auch die Funktion und die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes und der Freiämterstrasse.

2. Im Projekt ist neben der Arbeitsgruppe eine Begleitkommission vorgesehen, in welcher die entsprechenden Entscheidungsträger Einsitz nehmen sollen. Es ist zu erwarten oder zu befürchten, dass in der Begleitkommission die gleichen Gremien vertreten sind wie in der Arbeitsgruppe. Wir verlangen, dass die Benützer des ÖV, also die Kun-den, die Bevölkerung Einsitz und Mitsprache bekommen. Ihre Sichtweise und Erfahrungen sollen in die Planung einfliessen. Die CVP bietet an, dafür eine kompetente Person vorzuschlagen, die regelmässig Bus und Bahn nutzt.

3. Die Lärmschutzmassnahmen am NEAT-Korridor sind südlich Bahnhofgebäude und Güterschuppen auf der Ostseite noch nicht erstellt worden. Grund sind die damals nicht geklärten Verhältnisse. Wegen der Lücke im Lärmschutz werden Teile von Wohlen weiterhin vor allem durch Güterzüge mit unnötigem Bahnlärm geplagt. Die CVP will, dass im Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie auch die Schliessung der letzten Lärmschutzlücke aufgezeigt wird.

In diesem Sinne unterstützt die CVP-Fraktion einstimmig das Kreditbegehren.

Franz Wille
Einwohnerrat CVP
21.11.2011