06.03.2012 / Allgemein / /

Erhöhung des Pensums der Schulleitung Musikschule von 40% auf 60% per 1. Mai 2012

Der Griechische Philosoph und Staatsmann Platon sagte schon vor rund 2400 Jahren: „Die Musik ist der wichtigste Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten.“

Was hatten wir 2009?
Wir hatten neben der Schule einen verwalteten Musikunterricht. Er genügte den Anforderungen nicht mehr, brauchte eine Neuausrichtung. Gemeinderat, Schulpflege und Einwohnerrat stellten den Musikunterricht auf neue Beine: Überführung in die Schule Wohlen, neues Reglement, neue Leitung, neue Vorgaben, auch im finanziellen Bereich, die umgesetzt werden mussten.
Das viele Gute hatte aus meiner Sicht nur einen Fehler: zuwenig Stellenpro-zente für die Arbeit die von uns verlangt worden ist.

Was haben wir heute, nur zwei Jahre nach dem Neustart?
• Wir haben eine Musikschule, die erfolgreich in die Schule Wohlen und ihre Führungsstruktur integriert worden ist.
• Wir haben eine Musikschule, die umsichtig, zielbewusst und konse-quent geleitet und   nicht verwaltet wird.
• Wir haben eine Musikschule, in welcher sich qualifizierte Lehrpersonen in hohem Masse engagieren, gemeinsam wirken und in der Schullei-tung eine fachkundige Ansprechsperson finden.
• Wir haben eine Musikschule welche schon 2011 höchste Qualitätsan-sprüche erfüllen konnte, was mit der Zertifizierung QUARTE nachge-wiesen ist.
• Wir haben eine Musikschule, welche sich in kurzer Zeit einen hervorra-genden Ruf erworben hat und dies auch gegen aussen sichtbar macht.
• Kurz: Wir haben eine Musikschule, die sich positiv auf den Ruf unserer Gemeinde auswirkt.

Das ist bereits ein grosser Erfolg. „Der Erfolg hat viele Väter“ sagt ein Sprichwort. Der Erfolg der Musikschule Wohlen hat vor allem eine Mutter. Die Anstellung von Regula Hannich war eine kluge Entscheidung. Sie bringt als Musikerin, Pädagogin und Führungskraft das mit, was dringend erforderlich war und ist. Sie hat mit grossem Engagement innert kürzester Zeit das in die Wege geleitet und umgesetzt, was die Behörden, vor allem auch der Einwohnerrat, von der Musikschule verlangt und erwartet hatten.

Aber: Die Schulleiterin konnte dies nur erreichen, weil sie weit über das 40%-Pensum ihrer Anstellung hinaus gearbeitet und sich engagiert hat. Jetzt könnte man sagen: „Sälber gschuld.“ Oder: „Wiiter so!“ Oder wenigstens: „Danke villmol!“

Doch: Wir tragen auch eine Mitverantwortung für jene Personen, die für uns, d.h. die Gemeinde arbeiten. Unabhängig von der Person der Schulleiterin muss klar festgehalten werden, dass mit den bisherigen 40% diese Aufgabe definitiv nicht zu meistern ist. Wer 40% beibehalten will, muss auch sagen, wo denn die nötigen Abstriche zu machen sind. Sonst ist das nicht ehrlich. Wenn jetzt aktuell 60% vorgeschlagen werden, ist das ein Kompromiss, den die Schulleiterin noch einzugehen gewillt ist, ein Entgegenkommen zuguns-ten des politisch zur Zeit Machbaren.

Wohlen kann sich glücklich schätzen, dass die Musikschule mit der Pensen-erhöhung gestärkt und erfolgreich weiter geführt werden kann.

Eine gut funktionierende Musikschule liegt im höchsten gesellschaftlichen Interesse beim Erreichen einer guten Jugendkultur. Der berühmte Geigenvir-tuose und Musikpädagoge Yehudi Menuhin (+1999) hat es so ausgedrückt: „Ich sage immer, von einer Musikschule kommen gewöhnlich keine Kriminel-len.“

Die CVP-Fraktion dankt herzlich und gratuliert zur erbrachten Leistung der Musikschule. Sie hat sich sehr gründlich mit der Vorlage beschäftigt. Nach vertieften Gesprächen, zusätzlichen Informationen und gründlicher Diskussion beantragt sie grossmehrheitlich Zustimmung zum Antrag 12070.
Franz Wille
Einwohnerrat CVP
05.03.2012