01.05.2010 / Abstimmungen / / , ,

CVP Wohlen sagt JA zur Erschliessung Rebberg

Am 13. Juni 2010 entscheiden Sie, geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Wohlen, über eine der wichtigsten Abstimmungsvorlagen der letzten Jahre. Sie bestimmen, ob Wohlen mit der Erschliessung eines attraktiven Baugebietes einen tüchtigen Schritt in eine bessere Zukunft machen soll, oder ob Wohlen passiv darauf wartet, dass von selber alles besser wird. Aus fünf Gründen empfiehlt Ihnen die CVP, ein deutliches JA auf den Abstimmungszettel zu schreiben.

1. Der Rebberg ist bereits Bauland
Es geht nicht um die Frage, ob der schöne Rebberg frei bleiben soll. Das ist längst entschieden. Bereits in den 70er Jahren wurde der Rebberg mit Zustimmung der Stimmberechtigten eingezont und dadurch zu Bauland in den Wohnzonen W1 und W2 gemacht. Nach langen Planungen und Verhandlungen entstand ein Erschliessungsplan, der vom Regierungsrat des Kantons Aargau im August 2003 genehmigt wurde. Die Abstimmungsvorlage basiert auf diesem rechtsgültigen Erschliessungsplan, der mittlerweile im Detail ausgearbeitet und bereinigt ist.

2. Der Rebberg ist attraktives Bauland
Bauparzellen genügender Grösse an erhöhter und nach Südwesten zur Sonne ausgerichteter Lage sind attraktiv und auf dem Markt höchst begehrt. Wohlen ist mit dem Rebberg in der glücklichen Lage, solche Bauplätze anbieten zu können. Der Bau von Häusern mit gehobenem Standard ist zur Ergänzung unserer Siedlungsstruktur auch dringend nötig. Der jetzige Zeitpunkt mit den tiefen Hypothekarzinsen und tragbaren Baukosten ist ideal. In den nächsten Jahren werden Personen und Familien mit überdurchschnittlichem Vermögen und Einkommen am Rebberg Wohnsitz nehmen. Dies ist aus Sicht der Wohler Gemeindefinanzen höchst erwünscht. Abwarten verbessert unsere Finanzlage nicht.

3. Die Wagenrainstrasse ist die beste Erschliessung
Die neue Wagenrainstrasse nimmt den zusätzlichen Verkehr auf, kanalisiert ihn und verteilt ihn auf Erschliessungsstrassen an die Grundstückgrenzen. Würde sie nicht gebaut, müssten Steingasse und Hochwachtstrasse angepasst werden. Es steht laut Fachexperten fest, dass die Hochwachtstrasse ohne Trottoir für eine intensivere Nutzung nicht geeignet ist und mit hohen Kosten ausgebaut werden müsste. Zudem müsste mindestens die Einmündung bei der St. Anna-Kapelle zu Lasten des Gemeindelandes (Merkurareal) neu erstellt werden. Es ist zudem im höchsten Mass fraglich, ob die bisherigen Besitzer der Privatstrassen überhaupt dazu Hand bieten würden, dass diese zur Erschliessung des Rebberges benützt und weiter ausgebaut würden, schon gar nicht gratis. Jahrelange Rechtsstreite bis hin zu Enteignungsbegehren mit hohen Kosten wären die Folge.

4. Die Erschliessung des Rebberges kostet mittelfristig die Gemeinde nichts
Wir stimmen aus gesetzlichen Gründen über einen Bruttokredit von rund 7 Millionen Franken ab. Daran zahlt Wohlen als erschliessende Gemeinde, als Vorschuss sozusagen, 2.1 Millionen oder 30%. Die Grundeigentümer bezahlen 4.9 Millionen. Auch die Gemeinde ist als Landbesitzerin mit rund 300’000 Franken dabei. Die 2.1 Millionen werden in den nächsten Jahren in Form von Anschluss- und Benutzungsgebühren, sowie durch zusätzliche Steuereinnahmen vollumfänglich zurückbezahlt. Auch von den mit 50 Millionen tief geschätzten Erstellungskosten der Häuser können Wohler Unternehmen, Gewerbetreibende und Arbeitnehmende, alles zudem Steuerzahler, zu einem guten Teil profitieren.

5. Kluger Entscheid jetzt; keine Verzögerung mit ungewissem Ausgang
Die zuständigen Behörden haben mit zeitraubenden Planungen und in bestmöglichen Verhandlungen das Optimum erreicht. Die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, die Erschliessung eingezonter Grundstücke zu regeln. Eine Ablehnung der Erschliessung Rebberg bedeutet zuerst den Verlust hoher Planungskosten, dann eine jahrelange Verzögerung bis hin zu einer Neuauflage mit ungewissem Resultat. Dies verursacht nochmals grosse Kosten bei höher gewordenen Preisen. Die heute erzielte Einigung mit den Eigentümern wird noch schwieriger erreichbar sein. Denkbar sind aber auch Klagen gegen die Gemeinde mit hohen Kostenfolgen, weil sie ihrer Erschliessungspflicht nicht nachkommt und dadurch bauwillige Eigentümer in ihren Rechten benachteiligt.

Die CVP tritt für eine gesunde Entwicklung von Wohlen ein. Die Erschliessung des Rebberges gehört dazu. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Setzen auch Sie mit einem JA ein positives Zeichen für ein wohnliches Wohlen, das aus der Vergangenheit gelernt hat und an die Zukunft glaubt.